Einstreu

Das Stroh verbleibt nach dem Dreschen zwei bis vier Wochen auf dem Feld zur Röste. Durch die Feuchte (Regen), Sonne (UV Licht) und Mikroorganismen werden die pflanzeneigenen Bindemittel zersetzt und die Stängel nehmen eine beige bis mittelgraue Farbe an. Auch mehrere Regentage sind unbedenklich, denn erst durch diese Röste wird das Hanfstroh mürbe und die optimale Trennung von Fasern und Schäben überhaupt erst möglich. Lockere Schwaden und ein eventuelles Wenden verbessern die Reife und das Abtrocknen des Strohs.

Wenn das Stroh ausreichend geröstet ist, das heisst noch einen Grünanteil von maximal 10% aufweist, kann das trockene Stroh in Quaderballen gepresst werden. Um Schimmelbildung und Fäulnis zu vermeiden, darf das gepresste Stroh eine durchschnittliche Feuchte von 16% und Teilstellen eine maximale Feuchte von 18% nicht überschreiten. Eine trockene Einlagerung ist für die Weiterverarbeitung zwingend erforderlich.